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Dorf-Büros: Coworking Spaces in Rheinland-Pfalz

So war das erste große Vernetzungstreffen!

Am 07. Mai 2021 fand das Netzwerktreffen der Dorf-Büros bereits zum dritten Mal in digitaler Form statt. Der Kreis ist um viele neue Gesichter gewachsen: Die Vertreter der Gewinner-Kommunen aus Ediger-Eller, Horbruch und Lambrecht waren zum ersten Mal auch mit dabei!  

Gerade für die „Neuen“ ist der Austausch mit den Dorf-Bürolern aus der ersten und zweiten Runde besonders spannend. Im Fokus des fast anderthalbstündigen digitalen Treffens stand vor allem der Erfahrungsaustausch über die vergangenen Wochen seit Eröffnung der Dorf-Büros und natürlich das gegenseitige Kennenlernen. Zentrale Fragen wie: Wie habt Ihr die Zeit bis zur Eröffnung erlebt? Wie ergeht es Euch seither? Welches waren die größten Herausforderungen? wurden in einer kurzen Vorstellungsrunde besprochen.  

Rehan Khan aus dem Coworking Space in Aar-Einrich fasst die Zeit bis zur Eröffnung zusammen: „Es war ein straffer Zeitplan, aber am Ende hat jeder an einem Strang gezogen und dann haben wir es doch pünktlich geschafft – mit Erfolg!“. Vor allem das Marketing und das aktive Einbinden der Zielgruppe – zum Beispiel bei der Wahl der Raumnamen im Coworking Space – hätte ihnen viel Aufmerksamkeit gebracht. Auch wenn der Space coronabedingt aktuell noch nicht voll ausgelastet ist, bleibt er wie gewohnt optimistisch.  

Andreas Christ berichtet aus Buch, dass sie die pandemiebedingt etwas ruhigere Zeit sinnvoll für weitere bauliche Maßnahmen nutzen, um die Ausstattung im Dorf-Büro für seine Nutzer und Nutzerinnen noch attraktiver zu gestalten. Sie können sich im Sommer auf ein entspanntes Arbeiten im neu gestalteten Außenbereich des „H39“ freuen! Aktuell wird der Meetingraum des Dorf-Büros in der Hauptstraße in Buch sehr häufig nachgefragt. „Die Anfragen kommen vor allem von Firmen und Coaches, die Schulungen anbieten und dafür keine selbst keine Räumlichkeiten zur Verfügung haben“, erzählt er.  

Holger Pommereau erzählt über die intensive Umbauzeit der „Amtsstube“ – dem Dorf-Büro in Annweiler, das im alten Rathaus entstanden ist. Er habe in dieser Zeit nicht nur die enge Zusammenarbeit mit der EA und der Cowork AG zu schätzen gelernt. „Die Zusammenarbeit im Team hat uns sehr zusammengeschweißt. Und auch für das historische Haus an sich ist das Dorf-Büro eine Bereicherung. Coworking hat Leben in die Bude gebracht“, so Holger.  

Aus dem Dorf-Büro „DeuLux“ in Langsur berichten Georg Schmeltzle, Mareike Brinkmann und Meike Eisenbeis, dass es eine Weile gedauert hat, bis sie sich eingefunden haben: „Das Thema Coworking war ja für uns alle neu. Es sind am Ende dann doch viele Details, mit denen man sich vorher noch nie auseinandergesetzt hat“, so Schmeltzle. Das DeuLux an der deutsch-luxemburgischen Grenze ist bereits seit Dezember 2019 in Betrieb und gehört damit bereits zu den alten Hasen unter den Dorf-Büros. Sie freuen sich auf viele neue Gesichter und einen intensiven Austausch mit allen Dorf-Bürolern.  

Aber auch die Gewinner der dritten Wettbewerbsrunde stellen sich vor. Patrick Weirich, Initiator des Dorf-Büros, das im Ortskern von Ediger-Eller entstehen soll, berichtet über das integrative Konzept, das hier geplant ist. Die Vernetzung mit den anderen Dorf-Büros ist ihm besonders wichtig.  

Susanne Stumpf, Sanierungs- und Quartiersmanagerin der VG Herrstein-Rhaunen hat in Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde Horbruch die Idee entwickelt, den selten genutzten Räumen im Erdgeschoss des ehemaligen Dorfgemeinschaftshauses eine Nutzung zuzuführen. Damit soll den Bürgerinnen und Bürgern aus Horbruch und Umgebung ein neues Angebot geschaffen und das Haus wieder zum Dorfmittelpunkt werden. 

Aus der VG Lambrecht berichtet Bürgermeister Gernot Kuhn über das Dorf-Büro im alten Bürgermeisteramt in Elmstein, das bereits mit wenigen Mitteln ins Leben gerufen wurde und in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden soll. „Wir haben bereits in der zweiten Bewerbungsrunde teilgenommen, den Zuschlag seitens der EA jedoch nicht erhalten“, so Gernot. Den Kopf in den Sand gesteckt haben sie jedoch trotzdem nicht: „Wir haben ein kleines aber feines Dorf-Büro aufgebaut – und sind inzwischen sogar voll ausgelastet!“  

Nach dieser Vorstellungsrunde wurde angeregt darüber diskutiert und Ideen gesammelt, wie ein gemeinsames „Wissensmanagement“ für alle Dorf-Büros aussehen könnte: Wie können die Akteure hinter den Dorf-Büros von dem Wissen und den Erfahrungen der anderen profitieren? Mit welcher Strategie lassen sich gemeinsam Unternehmen in der Region ansprechen? Wie lässt sich das Thema Coworking auch im ländlichen Raum noch stärker verankern?  

Das nächste digitale Treffen ist auch bereits geplant und findet am 21. Juni auch in digitaler Form statt.